Die Haut,
das grösste Sinnes-organ des Menschen, dient Liana Zanfrisco als "Projektions-fläche" für ihre "contemporary tattoos" , als "Spiel-wiese" für ihre Rollen als "Haus-frau", als Experimentierfeld der sinnlichen Wahrnehmungen.
Ob in ihrer selbstgebauten Traumwelt in der Badewanne, wo sie den Froschkönig wachküsst
oder als Puppe wie Alice im Wunderland "Nippel-spiele" probiert, ihre Brustwarzen funktionalisiert, mit ihnen experimentiert oder sie einfach dokumentiert.
Aber auch die animalischen Häute sind vor Zanfriscos Zugriff nicht sicher.
Da werden Schweine "fach-fraulich" zerlegt, nummeriert und in beschriftet, eine Kuh erhält ein Tattoo und "Haut-blätter" werden in alter Frauentradition recht konservativ bestickt.
Eine hand-werkliche Tätigkeit, die der zeichnerischen Weise Zanfriscos ein Pendant setzt.
Erst wird der "Bild-träger" verletzt, um dann anschliessend nach der Prozedur als fertiges Ganzes diesen Vorgang durch seine Schšnheit zu negieren.
Hau(p)t-sache gut ! |