PELLE - HAUT 2003

Progetto | 1 |
Text | 1 |
DIE HAUT von Wolfgang Schulte

Die Haut,

das grösste Sinnes-organ des Menschen, dient Liana Zanfrisco als "Projektions-fläche" für ihre "contemporary tattoos" , als "Spiel-wiese" für ihre Rollen als "Haus-frau", als Experimentierfeld der sinnlichen Wahrnehmungen.

Ob in ihrer selbstgebauten Traumwelt in der Badewanne, wo sie den Froschkönig wachküsst
oder als Puppe wie Alice im Wunderland "Nippel-spiele" probiert, ihre Brustwarzen funktionalisiert, mit ihnen experimentiert oder sie einfach dokumentiert.

Aber auch die animalischen Häute sind vor Zanfriscos Zugriff nicht sicher.
Da werden Schweine "fach-fraulich" zerlegt, nummeriert und in beschriftet, eine Kuh erhält ein Tattoo und "Haut-blätter" werden in alter Frauentradition recht konservativ bestickt.

Eine hand-werkliche Tätigkeit, die der zeichnerischen Weise Zanfriscos ein Pendant setzt.

Erst wird der "Bild-träger" verletzt, um dann anschliessend nach der Prozedur als fertiges Ganzes diesen Vorgang durch seine Schšnheit zu negieren.

Hau(p)t-sache gut !

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